NEU: Seit 2. Januar

Täglich leckeres Julius-Frühstück:
Dienstag bis Freitag ab 10 Uhr, Samstag und Sonntag ab 11 Uhr!

Café Julius im Schocken

Events

Bei uns erwartet Sie ein vielfältiges Programm mit regelmäßig wechselnden Veranstaltungen.

Quadratischen, goldenen Schrein zur Dauerinstallation Shrine of Hope im Julius im Schocken

2026 – bis Mitte März

Dauerinstallation: Shrine of Hope

In einem quadratischen, goldenen Schrein — umgeben von hohen, getrockneten Samenständen der Pflanze namens Lapsana — liegen 55 goldfarbene Blätter. Bedruckt sind sie mit Texten von Jugendlichen zwischen 13 und 18, die sich Gedanken zum Thema ‘Würde’ gemacht haben.

Die Düsseldorfer Künstlerin Katharina Gun Oehlert hat ihnen drei spezifische Fragen gestellt … am 15. März 2025 — es war der Vorabend von Julius Sommerfelds 85. Todestag — wurde der Shrine of Hope bei einer feierlichen Vernissage eingeweiht. Er wird bis zum Jahresende im Café zu sehen sein.

Mehr Informationen zum Shrine of Hope im Flyer zur Dauerinstallation und im Zeitungsartikel „Es geht um die Würde“.

Rückblick

Frühere Events

Sommerfeld und Litten

21. Dezember 2025 | 14:00 Uhr

P R E M I E R E: Sommerfeld. Litten. X.

ein Hör.Escape-Game mit Musik, Leckereien und Gesprächen

Wir laden ein, in die Geschichte von Julius Sommerfeld und Heinz Litten einzutauchen – und Figuren zu begegnen, die ins Chemnitz der 1920er Jahre, der Zeit des NS-Regimes und bis in die Gegenwart führen. Und zu einer Begegnung mit sich selbst.

An diesem Tag wird gespielt, gehört, gerätselt und auch das Ende des Chanukka-Festes gefeiert.

Mit Musik, Leckereien und Gesprächen. Wir freuen uns auf das ORCHESTER SHLOMO GEISTREICH Trio und Gespräche mit Nirit Sommerfeld, Patricia Litten und den Gestalter*innen des Spiels “Sommerfeld, Litten. X.”

Eintritt ist frei.

Event Jiddische Weihnacht

20. Dezember 2025 | 19:00 Uhr

JIDDISCHE WEIHNACHT – vom Brückenbauen und Weitermachen

ein literarisch-musikalischer Vorweihnachtsabend mit NIRIT& ORCHESTER SHLOMO GEISTREICH

Haben Juden eine Weihnachtsbaum? Und warum essen sie zu Chanukka in Öl gebackene Speisen? Fragen über Fragen, die wir beantworten wollen durch die Erinnerungen des Julius Sommerfeld, die seine Enkelin Nirit für ihn erdacht hat.

Sie bilden den Auftakt zu einer musikalisch-literarischen Reise, die in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg beginnt und bis ins heutige Israel führt, und in der sich alles um die Verflechtung des jüdischen Chanukka-Festes mit Weihnachten dreht.

Im Deutschland des frühen 20. Jahrhunderts war es für Juden selbstverständlich, das deutsche `Volksfest‘ Weihnachten neben dem jüdischen Chanukka-Fest als Weihnukka mitzufeiern. Auch in Amerika wurden in jüdischen Häusern Weihnachtsbäume aufgestellt und mit Davidsternen dekoriert, es wurde von Christmukka gesprochen. Die ausgewählten Geschichten in der ‚Jiddischen Weihnacht‘, von Helmut Becker einfühlsam und intensiv gelesen, belegen dies eindrucksvoll. Sie erzählen von der unvermeidlichen, weil menschlichen Vereinigung scheinbarer Widersprüche, von der Vermischung von Kulturen und Bräuchen, die je nach Zeitgeschehen bereichernd oder tödlich sein konnten. Sie alle sind autobiografisch – und wo sie nicht ganz wahr sind, sind sie phantasievoll ausgemalt.

mit Nirit Sommerfeld (Erzählung, Gesang), Andi Arnold (Klarinette), Pit Holzapfel (Gitarre, Posaune), Christian Schantz (Bass)

Als Gäste: Helmut Becker (Erzähler), Andreas Winkler (Violine), Stella Sommerfeld (Lesung)

Eintritt: 20 € / erm. 15 € inkl. kleine kulinarische Überraschung

Reservierung: cafe@julius-im-schocken.de

mit freundlicher Unterstützung von Tage der jüdischen Kultur e.V.

 

Nirit Sommerfeld mit Buchcover Beduinenmilch

Foto: Jens Heilmann

18. Dezember 2025 | 18:15

Lesung: Beduinenmilch

Zum Ende der Kulturhauptstadt liest Nirit Sommerfeld, Schauspielerin, Musikerin und Betreiberin des Café Julius, wieder aus ihrem Debütroman BEDUINENMILCH die letzten Kapitel.

Auch wer den Anfang nicht mitbekommen hat, ist herzlich willkommen.  Es gibt am Anfang eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse, dann wird gelesen. Anschließend steht die Autorin für Fragen und Gespräche zur Verfügung, bis das Museum um 20 Uhr schließt.

Eintritt frei | Reservierung unter cafe@julius-im-schocken.de

Buchcover Das Geld von Eske Bockelmann

11. Dezember 2025 | 18:15 Uhr

Eske Bockelmann: Das Geld

Was sie noch nie über Geld wissen wollten, aber endlich einmal fragen müssten. Geld regiert – aber warum? Und seit wann? Und wie lange noch? Eske Bockelmann gibt an diesem Abend Antwort.

Geld regiert die Welt, und die von ihm regierte Welt droht in einer Katastrophe zu enden – sozial und ökologisch. Doch warum bestimmt das Geld überhaupt über den Lauf der Welt? Worin besteht seine Herrschaft, dass selbst die mächtigsten Regierungen vor ihm strammstehen und wir uns kaum vorstellen können, dass es je anders gewesen sein könnte? In seiner grandiosen Schilderung, wie das Geld in die Welt kam, zeigt Eske Bockelmann entgegen den heute gängigen Überzeugungen, dass sich dieses besondere Tauschmittel erst im Europa des Spätmittelalters durchgesetzt hat.

Ein Abend der ein neues, tieferes Verständnis der Zwänge und der Allmacht des Geldes verspricht und so auch eine Perspektive auf eine zukünftige Welt, in der das Geld der Vergangenheit angehören könnte!

Eske Bockelmann, 1957 in Friedrichshafen geboren, ist klassischer Philologe und Germanist. Er wurde promoviert an der Universität München und habilitiert an der TU Chemnitz, wo er seit 1994 arbeitet. Von ihm erschien 2004 Im Takt des Geldes. Zur Genese modernen Denkens, 2020 seine epochale Studie Geld. Was es ist, das uns beherrscht.

    Buchcover Fiktive Grenzverletzung Ruben Schenzle

    13. November 2025 | 18:15 Uhr

    Essay: Fiktive Grenzverletzungen

    Zusammenhänge von Shoa, Nakba, Holocaust erzählen von Ruben Schenzle

    Aus dem Klappentext:

    Wer sich heute um einen verantwortungsvollen Umgang mit Erinnerung unter Deutschen, Israelis und Palästinenser: innen bemüht, begibt sich auf tückisches Terrain. Wie ein Bermudadreieck stecken die jeweiligen Bezugspunkte – Shoa, Nakba, Holocaust – einen Bereich ab, in dem uns die Orientierung verloren geht. Mit der Kraft der Fiktion von jeweils sechs Autorinnen und Autoren aus Israel und Palästina setzt dieser essayistische Streifzug Shoa, Nakba, Holocaust neu miteinander in Beziehung.

      Autorin Ruth Hörnlein, © Sebastian Schieder

      Fotos ist © Sebastian Schieder

      Cover Das Mädchen im gelben Tanzstundenkleid

      06. November 2025 | 18:15 Uhr

      Lesung: Das Mädchen im gelben Tanzstundenkleid von Ruth Hörnlein

      Ein Medaillon und ein altes Schwarz-Weiß-Foto sind das Erbe, das Henny Maxrath von ihrer verstorbenen Nachbarin Esther Seehagen erhält. „Für Esther“ lautet die Inschrift im Deckel des Schmuckstücks, und auf der Rückseite der Fotografie befindet sich eine rätselhafte Botschaft: Ein großes Unrecht ist geschehen. Rette meine Seele!

      Hennys Neugierde ist geweckt. Auf Esthers Spuren reist sie nach Waldenburg in Sachsen. Unerwartet erhält sie Unterstützung von Daniel Winter, der selbst eine besondere Beziehung zum Ort von Esthers Jugend zu besitzen scheint. Gemeinsam tauchen sie tief in das Geheimnis der Verstorbenen ein …

      Mit „Das Mädchen im gelben Tanzstundenkleid“ präsentiert Ruth Hörnlein einen kraftvollen, hochatmosphärischer Debütroman über die Geister der Vergangenheit und das Rätsel der Identität.

      Ruth Hörnlein, 1978 in Erfurt geboren, ist seit Abschluss ihres Studiums der Angewandten Medienwissenschaft in der Filmbranche tätig. Seit 2004 lebt sie in Regensburg. Die Geschichten ihrer Familie, die aus Thüringen, Sachsen und Schlesien stammt, faszinieren sie seit ihrer Kindheit.

        Quadratischen, goldenen Schrein zur Dauerinstallation Shrine of Hope im Julius im Schocken

        Bis Sonntag, 02.11.2025

        Vernissage: POZOR! Der fremde Blick

        Die Fotoausstellung „POZOR!“ von Jana Hunterová und Wolfgang Sréter zeigt Fotografien entlang der deutsch-tschechischen Grenze. Spannend ist dabei, dass Wolfgang Sréter die Bilder auf der deutschen Seite aufgenommen hat, während Jana Hunterová auf der tschechischen Seite fotografierte.

        Die Fotografien werden noch bis Mitte Oktober im Café JULIUS IM SCHOCKEN zu sehen sein.

        Der Dichter Robert Desnos auf einem Foto von 1924. Er sitzt an einem Schreibtisch.

        16. Oktober 2025 | 18:15 Uhr
        im Raum Mendelsohn (EG neben der Terrasse)

        „Ich bin der Tote, der durch jene Zeiten schritt.“

        Vortrag zu dem französischen surrealistischen Dichter Robert Desnos (1900—1945)
        von Norbert Haase

        Vor 125 Jahren wurde der französische surrealistische Dichter Robert Desnos in Paris geboren. Vor achtzig Jahren starb er in Theresienstadt an den Folgen der Lagerhaft, die ihn auch über Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg nach Flöha bei Chemnitz führte. Die Jahrestage im Kulturhauptstadtjahr 2025 bieten Anlass an Robert Desnos zu erinnern. Viele Schulkinder in Frankreich kennen seinen Namen, seine Gedichte sind bis in die Gegenwart populär. Trotz seiner Bedeutung für die französische Kultur und seiner vielfältigen Bezüge zu internationalen, auch deutschen Künstlern seiner Zeit wie André Breton, Max Ernst, Pablo Picasso oder Kurt Weill, ist er hierzulade wenig bekannt, beinahe vergessen.

        Der Dresdner Historiker Norbert Haase zeichnet den Weg dieses außergewöhnlichen Künstlers nach, von seinem Mitwirken im Kreis der französischen Surrealisten im Paris der 1920er Jahre über seine journalistischen und schriftstellerischen Tätigkeiten vor und während des Zweiten Weltkrieges bis hin zu seiner Mitwirkung in der französischen Résistance. Dabei wird auch sein Leidensweg in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern beleuchtet. Desnos´ sterbliche Überreste wurden 1945 von der Tschechoslowakei nach Frankreich überführt und auf dem Friedhof Montparnasse bestattet. 1946 wird er posthum mit der Medaille der französischen Résistance ausgezeichnet, in Großbritannien als „Kämpfer für die Freiheit Europas“ geehrt.

        Eintritt frei, Anmeldung erbeten (Betreff: Anmeldung zum Vortrag von Norbert Haase)

          Foto Sängerin Lili Sommerfeld

          09. Oktober 2025 | 18:15 Uhr

          Konzert: Lili Sommerfeld

          Die Sängerin und Chorleiterin Lili Sommerfeld begann bereits im Alter von vier Jahren, am Klavier ihre eigenen Kompositionen zu spielen. Am Berklee College of Music in Boston studierte sie mit einem Stipendium, bevor sie in Berlin ihren Popchor Klangwerk 306 gründete, den sie seit 16 Jahren erfolgreich leitet. Als „deutsche Antwort auf Adele“ (SZ) begeistert sie ihr Publikum auf kleinen und großen Bühnen mit ihrer souligen, kraftvollen Stimme und ihrer explosiven Bühnenpräsenz. Mit ihren Programmen „Diva’s Night“, „Divas at the Movies“ und „Pure Diva“ kreuzt sie weltweit als Gastkünstlerin auf allen Ozeanen. In Chemnitz ist sie bisher einmal 2023 mit ihrer Mutter Nirit und dem Programm „Wir sind da“ aufgetreten.

          Eintritt frei

          Hobbyautor*innen des AGIUA e.V.

          25. September 2025 | 17:00 – 18:00 Uhr

          Von Grenzen und Grenzerfahrungen

          Lesung der Hobbyautoren des AGIUA e.V sowie des 1. Chemnitzer Autorenvereins 

          Gemeinsam mit dem 1. Chemnitzer Autorenverein und dem Kurs „Kreatives Schreiben“ des Hauses der Kulturen (AGIUA e.V.) laden wir Sie zu einem besonderen literarischen Erlebnis in das internationale Café JULIUS IM SCHOCKEN ein. Genießen Sie inspirierende und poetische Texte von Menschen mit unterschiedlichsten Wurzeln und überraschenden Perspektiven zu persönlichen oder universellen Grenzen und Grenzerfahrungen. Seien Sie dabei und lassen Sie sich von der Kraft der Worte, der Begegnung und des kreativen Austauschs bei unserer Lesung verzaubern. Eine Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Wochen Chemnitz.

            Quadratischen, goldenen Schrein zur Dauerinstallation Shrine of Hope im Julius im Schocken

            12. September 2025 | 16:30 bis 17:30 Uhr

            Lesung mit Musik

            Im Rahmen des Stefan-Heym-Lesetags, der in ganz Chemnitz stattfindet, liest Nirit Sommerfeld aus dem literarischen Werk von Stefan Heym. Mit dem Titel „Nie wieder Krieg“ schrieb der 16-jährige Heym ein Gedicht gegen Krieg und Gewalt, das bis heute nichts von seiner Aktualität verloren hat.

            Musikalisch begleitet wird die Lesung von Ludwig Streng, der die Gedichte Heyms vertont. Diese werden gemeinsam mit Sabine Kühnrich gesungen.

            Alle Lesungen stehen in diesem Überblick (PDF).

            Quadratischen, goldenen Schrein zur Dauerinstallation Shrine of Hope im Julius im Schocken

            11. September 2025 | 18:00 Uhr

            Klaviermusik: Richard Haubold

            Gelegentlich spielt Richard Haubold einfach das, was er selbst mit seiner Umgebung, dem Vibe, oder dem Ambiente verbindet. Sei es eine Improvisation oder auch einmal ein Stück der Klassik. Sei es Jazz oder sogar Britpop.

            Er sagt selbst, er spiele die „Classiker – von Jazz, Klassik bis hin zum Indiepop“.

            Wir freuen uns!

            Der Eintritt ist frei.

            Buchcover Beduinenmilch

            Samstag, 2. August 2025 | 15:30 Uhr

            Buchvorstellung: Beduinenmilch

            Nirit Sommerfeld, 1961 in Eilat geboren, ist eine deutsch-israelische Schauspielerin und Sängerin. Sie ist Mitbegründerin des »Bündnisses für Gerechtigkeit zwischen Israelis und Palästinensern« und betreibt in Chemnitz das Café JULIUS IM SCHOCKEN. BEDUINENMILCH ist ihr Debütroman.

            Anschließend ist Nirit Sommerfeld im Gespräch mit dem Verleger Norbert Treuheit.

            Aus dem Inhalt:

            Sommer 2014: Talia, fast 18, hat sich fest vorgenommen, ihren Militärdienst zu leisten – in Israel. Dem Land, dem sie sich tief verbunden fühlt, obwohl sie mit ihren Eltern in Berlin lebt. Endlich will sie in ihrem Geburtsland allein über ihre Zukunft bestimmen, will dazugehören zu ihrer großen Familie, eine sinnvolle Aufgabe übernehmen und Teil der israelischen Gesellschaft und Verteidigung werden. Vor Ort in Tel Aviv trifft die junge Deutsch-Israelin auf eine völlig andere Welt und erlebt Dinge, die sie verwirren und die sich nicht mit ihrer bisherigen Sicht auf die Lage in ihrer Heimat vereinbaren lassen. Sie sieht, wie nah der Krieg in Gaza ist, lernt Aktivisten der Friedensbewegung kennen und trifft den Palästinenser Haytham.

            Nach und nach zweifelt Talia an ihren Überzeugungen und gerät nicht nur in einen Gewissenskonflikt, sondern auch in Lebensgefahr. Trotzdem weiß sie, dass Israel das Land ist, in dem sie leben möchte. Am Ende trifft die junge Frau eine mutige Entscheidung, die für sie weitreichende Folgen hat.

            Cie Retouramont

            26./27./28./29. Juni 2025 | jeweils um 12:00 Uhr

            ODYSSEE in C

            Eine Tanz-Entdeckungsreise in Chemnitz

            16 Kapitel enthält die Tanz-Entdeckungsreise „ODYSSEE in C“, die an vier Tagen in Chemnitz zu sehen ist.

            Das 7. Kapitel, das den Namen „Äolus“ trägt, können Sie von der Terrasse des Café JULIUS IM SCHOCKEN aus bei einem Getränk oder einer Leckerei genießen, denn der Tanz spielt sich in luftiger Höhe über dem Parkplatz hinter dem smac ab.

            Dauer: ca. 20-30 min

            Weitere Infos zu „ODYSSEE in C“.

              Jeffrey Goldberg und Maximilian Oehlschläger am Klavier

              26. Juni 2025 | 18:15 Uhr

              Klavierabend mit Jeffrey Goldberg und Maximilian Oehlschläger

              Ein Flügel und vier Hände

              Musik verbindet — auch die beiden höchst unterschiedlichen Musiker Dr. Jeffrey Goldberg und Maximilian Oehlschläger.

              Der international renommierte Pianist, Dirigent, Komponist und Improvisationslehrer Jeffrey Goldberg arbeitete u. a. mit Leonard Bernstein und Bobby McFerrin zusammen. Seine Bandbreite an musikalischen Genres reicht von Kompositionen für Klangheilen, Crossover und Multimedia Events bis hin zu Auftragsarbeiten für Oper und Ballett. Seit 2009 ist er an der Oper Chemnitz engagiert und hat zahlreiche Produktionen als musikalischer Leiter begleitet. Als Pianist beglückt er das Chemnitzer Publikum mehrmals im Jahr mit seinen Konzertformaten Goldberg-Improvisationen sowie Goldberg & Friends.

              Der Architekturstudent und Hobbymusiker Maximilian Oehlschläger begann seine klassische Klavierausbildung in seinem 6. Lebensjahr bei der deutsch-russischen Pianistin Angelika Smyschlajew. 2019 begegneten sich Jeffrey und Maximilian erstmals im Rahmen eines Konzertes, dessen Ziel es war, einen Profi- und einen Hobbymusiker gemeinsam musizieren zu lassen. Seither verbindet die beiden eine enge Freundschaft und sie finden immer wieder Gelegenheit für gemeinsame Konzerte, in denen sie ihr vielfältiges vierhändiges Repertoire unterschiedlicher musikalischer Genres von Klassik, Jazz bis hin zu experimentellen Improvisationen präsentieren.

              Das Pianohaus Hofmann stellt eigens einen Flügel für dieses Event ins Café Julius.

              Eintritt frei, Anmeldung erbeten (Betreff: Anmeldung zum Konzert mit Jeffrey und Max)

                Tomer Dotan-Dreyfus

                19. Juni 2025 | 19:00 Uhr

                Lesung und Gespräch mit Tomer Dotan-Dreyfus aus „Birobidschan“

                Sibirien, 1908. Ein Knall erschüttert den sibirischen Wald Tunguska. Zwei Jahrzehnte später plant Stalin eine jüdisch-sozialistische Autonomie an der Grenze zu China: Birobidschan. Was als stalinistisches Experiment der 1930er Jahre scheitert, wird in Tomer Dotan-Dreyfus’ Debütroman zum Dreh- und Angelpunkt einer funkensprühenden Geschichte: Da sind Alex und Rachel, verliebt seit Kindertagen. Boris Klayn, Fischer und Ur-Birobidschaner. Gregory und Sascha, enge Freunde, einer hat Depressionen, der andere nimmt ihn mit auf einen Roadtrip gen Tunguska. Dmitrij, der Angst vor Wölfen hat.

                Das Leben in Birobidschan geht seinen Gang, die kleinen und großen Sorgen der Bewohner drehen sich fern allen Weltgeschehens – bis sich die Ereignisse überschlagen: Zwei fremde Männer und ein stummes Mädchen bringen die idyllische Gemeinschaft zum Bersten.

                In »Birobidschan« erzählt Tomer Dotan-Dreyfus die so unwahrscheinliche wie charmante Geschichte eines jüdisch-sozialistischen Schtetls in Sibirien und knüpft damit an die jiddische Erzähltradition und den magischen Realismus an. Ein gewitzter Debütroman, eigenwillig und voller Fabulierlust.

                Tomer Dotan-Dreyfus, 1987 in Haifa geboren, lebt seit zehn Jahren in Berlin und ist als freier Autor, Lyriker und Übersetzer tätig. Er studierte Philosophie und Komparatistik in Berlin, Wien und Paris und schreibt sowohl in hebräischer als auch in deutscher Sprache.

                Für die Arbeit an »Birobidschan« erhielt er 2020 ein einjähriges Stipendium des Berliner Senats, außerdem wurde er für das Übersetzungsprogramm Jewish Writers in Translation 2021 der Jewish Book Week in London ausgewählt. Im September 2021 war er zu Gast auf dem Meridian Czernowitz International Poetry Festival in der Ukraine. 2022 erscheint sein Essay-Band »Meine Forschung zum O: Unlearning Sprache« (Gans Verlag Berlin). 2023 erschien sein Debütroman »Birobidschan« bei Voland & Quist, der für den Deutschen Buchpreis 2023 nominiert war.

                  Portrait Albrecht Schröter

                  12. Juni 2025 | 18:15 Uhr

                  Lesung: Albrecht Schröter

                  Die friedliche Revolution in Jena. Tagebuchnotizen

                  „7. Oktober 1989. 40. Tag der Staatsgründung. Verhangener Himmel, Regen – das zur Stimmung passende Wetter…“ Mit wenigen Pinselstrichen zeichnet der damalige Pfarrer und spätere Jenaer Oberbürgermeister Albrecht Schröter in seinem Tagebuch ein Bild von der Situation kurz vor dem Zusammenbruch der DDR. Ohne einen Gedanken an eine mögliche Veröffentlichung geschrieben, schildert das Büchlein „Die friedliche Revolution in Jena. Tagebuchnotizen, Dokumente Fotos“ (2000) tagesaktuell, authentisch und ohne Überhöhung die Ereignisse des Herbstes 1989 am Beispiel der Stadt Jena.

                  Ein spannender Abend sowohl für ältere Chemnitzer, die sich womöglich auch erinnern, was so los war zwischen den Demos mit Kerzen in den Händen und der Sorge vor einem möglichen Einsatz von Kampftruppen, als auch für Besucher*innen der Kulturhauptstadt, die erfahren möchten, wie man sich „im Osten“ damals gefühlt hat… bei schönem Wetter setzen wir das Gespräch ab 20 Uhr auf unserer Sommerterrasse fort.

                    Aref Hajjaj Portrait

                    5. Juni 2025 | 18:15 Uhr

                    Lesung: Aref Hajjaj

                    Heimatlos mit drei Heimaten — 17 Prosatexte um die Themen Mentalität und Identität, Rassismus und Vorurteile

                    Aref Hajjaj, gebürtiger Palästinenser, besitzt die deutsche und schweizerische Staatsbürgerschaft und trägt diese drei Heimaten in sich. Er geht der Frage nach, was die Identität eines Menschen ausmacht und welche Rolle kulturelle, ethnische und nationale Faktoren, aber auch geografische Gegebenheiten und politische Entscheidungen spielen.

                    Für diese Erkundungen hat der Autor ein Genre gewählt, das zwischen Essay und Erzählung changiert. Nader fungiert als Hauptfigur und gehört, wie der Autor selbst sowie die anderen Protagonisten, zu den Menschen, die in unterschiedlichen Kulturen zu Hause sind und oft mit ihrer Identität hadern.

                    Ein informativer und inspirierender Beitrag zur Auseinandersetzung mit der Politik, der Kultur und den Religionen Europas und Vorderasiens.

                      Musiker Felix Räuber Foto von Michael Miklas

                      30. Mai 2025 | 16:30 Uhr – Nur mit Anmeldung!

                      Premiere: Kulturhauptstadt-Song „GRAU WIRD BUNT“

                      UNTERWEGS IN SACHSEN – Das MDR Reisemagazin

                      Klangvolles Chemnitz – Eine Stadt gibt den Ton an

                      Chemnitz gibt den Ton an und ruft Prominenz auf den Plan:
                      Moderatorin Beate Werner und Felix Räuber, interdisziplinärer Künstler und bekannt als Sänger von „Polarkreis 18“, begeben sich auf eine akustische Erkundungsreise in die Europäische Kulturhauptstadt 2025.

                      Alle gesammelten Töne, Geräusche und Klänge sind am Ende Fundstücke, aus denen Felix Räuber zusammen mit dem Pianisten Justin Lehmann-Frieseeinen Chemnitz-Song komponiert. Am historischen Ort des ehemaligen Schocken-Kaufhauses kommt der Song zur Uraufführung. Gemeinsam mit Nirit Sommerfeld, Sängerin, Schauspielerin und Inhaberin des Cafés Julius im Schocken, feiert der Kulturhauptstadt-Song „GRAU WIRD BUNT“ seine Premiere.
                      Für die Aufnahme des Refrains des neuen Liedes sucht Räuber zu diesem Anlass den „Chor der Chemnitzer“!
                      Seien Sie bei der Aufzeichnung und beim Singen des Songs im Café Julius im Kaufhaus Schocken live dabei und treffen Sie Beate Werner und Felix Räuber bei einem spannenden Drehtermin.

                      Melden Sie sich mit folgenden Sie sich mit folgenden Daten an:
                      Vor- und Nachname, PLZ und Wohnort, Telefon (bitte mobile Nummer) und E-Mail-Adresse.
                      Bitte bestätigen Sie uns außerdem, dass Sie gefilmt werden wollen und die Rechte am Bild an den MDR abtreten. Wenn Sie das nicht möchten, können Sie leider nicht an dieser Aufzeichnung teilnehmen. Wir freuen uns auf Sie.

                       

                        Ausgrabung Auto mit zwei Soldaten

                        29. Mai 2025 | 19:00 Uhr

                        Lesung Esther Dischereit

                        Musikalisch begleitet vom argentinischen Duo Tomi Tomi (Gesang, Gitarre, Bandoneon)

                        Tage der jüdischen Kultur e.V. präsentiert: Ein Haufen Dollarscheine

                        Die Frau mit dem blumengemusterten Kleid erhebt sich end­­lich aus ihrem Bett. In der Hitze des Zimmers bleibt ihre Vergangenheit wie in Schwaden stehen: die Vergangenheit eines versteckten jüdischen Kindes. »Immer wieder taucht jemand auf und soll zu uns gehören«, murmelt ihre Schwester. Der Thanksgiving-Truthahn in Chicago verschluckt das Schwarze Amen ihres Mannes, der für die Kinder Palästinas um Frieden betet, während am anderen Ende des Tisches mit einem weißen Amen eine Danksagung an den amerikanischen Präsidenten gesprochen wird. Der nunmehr jüdisch-orthodox bekennende Sohn nennt seine Mutter Closet-Jew. Gojische Partner*innen der zweitverheirateten Überleben­den eignen sich deren »Wiedergutmachung« an, und schließlich weigert sich auch der russische Rabbiner, das Vorkriegsgrab in Berlin-Weißensee zurückzugeben.

                        Das argentinische Folk Duo Tomi Tomi wird die Lesung mit einigen Stücken aus dem Kanon der zahlreichen Lieder über die „Verschwundenen“ (Desaparecidos) begleiten. Diese entstanden während und nach der Militärdiktatur in Argentinien. Die Junta verfolgte systematisch Gegnerinnen und Gegner des Regimes. Im Anschluss an die Lesung spielen Tomi Tomi noch einige eigene Songs.

                        Eintritt: 5€

                        Ausgrabung Auto mit zwei Soldaten

                        8. Mai 2025 | 18:00 Uhr

                        Podiumsdiskussion zur Archäologie der NS-Zeit

                        Ausgraben und Erinnern

                        80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs finden sich heute immer noch Spuren von Krieg und Zerstörung im Boden. Bei archäologischen Grabungen stoßen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen auf verbrannte Mauern und Kriegsschutt. Ehrenamtliche Sondengänger finden mit Hilfe von Metalldetektoren Münzen und andere metallische Gegenstände aus der Vergangenheit – darunter auch solche aus der Zeit des Nationalsozialismus.

                        Die Expert:innen auf dem Podium diskutieren anlässlich des Tages der Befreiung und der Finissage der Foyeraussstellung Aus Schutt und Asche darüber, was uns die Funde über die Vergangenheit erzählen. Wie können wir heute mit dem Erbe der Vergangenheit umgehen und dieses für die Zukunft bewahren?

                        Podiumsgäste

                        • Josefine Falkenberg, Landesamt für Archäologie Sachsen
                        • Ronald Hirte, Gedenkstätte Buchenwald
                        • Dr. Anne Klammt, Hannah-Arendt-Institut Dresden
                        • Dr. Thomas Westphalen, Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V.
                        • Dr. Markus Pieper, Stiftung Sächsische Gedenkstätten

                        3 EUR, VKK an der Museumskasse

                        Foto Sängerin Lili Sommerfeld

                        1. Mai 2025 | 18:15 Uhr

                        Konzert: Lili Sommerfeld

                        Die Sängerin und Chorleiterin Lili Sommerfeld begann bereits im Alter von vier Jahren, am Klavier ihre eigenen Kompositionen zu spielen. Am Berklee College of Music in Boston studierte sie mit einem Stipendium, bevor sie in Berlin ihren Popchor Klangwerk 306 gründete, den sie seit 16 Jahren erfolgreich leitet. Als „deutsche Antwort auf Adele“ (SZ) begeistert sie ihr Publikum auf kleinen und großen Bühnen mit ihrer souligen, kraftvollen Stimme und ihrer explosiven Bühnenpräsenz. Mit ihren Programmen „Diva’s Night“, „Divas at the Movies“ und „Pure Diva“ kreuzt sie weltweit als Gastkünstlerin auf allen Ozeanen. In Chemnitz ist sie bisher einmal 2023 mit ihrer Mutter Nirit und dem Programm „Wir sind da“ aufgetreten.

                        Eintritt frei

                        Bergbauarbeiterin im Blaumann, weißen Helm und Lampe, Event Café Julius im Schocken

                        24. April 2025 | 19:00 Uhr

                        Showtalk: Titten, Thesen, Temperamente

                        zu Gast: Bergbau-Ingenieurin Esperança Bila

                        Dass der Bergbau schon immer „Männersache“ gewesen sei, galt lange als unbestrittene Tatsache. Doch Darstellungen von 1490 belegen, dass Frauen schon seit Jahrhunderten im Bergbau aktiv sind. „Titten, Thesen, Temperamente“ ist ein einstündiger Showtalk, der direkt ins Leben der Gäste hineingeht. Mehr zum Showtalk.

                        MODERATION: Gabi Reinhardt zusammen mit René Szymanski/ Kulturhaus Arthur

                        Foto von Sara Alagha und Max Oehlschläger

                        17. April 2025 | 18:15 bis 19:00 Uhr

                        Konzert: Sara Alagha (Gesang) und Maximilian Oehlschläger (Klavier)

                        Sara stammt ursprünglich aus Syrien und lebt seit 2015 in Deutschland. Seit dem Abschluss ihres Gesangsstudiums an der Hochschule für Musik Franz Liszt ist sie als freischaffende Sängerin und Gesangslehrerin tätig. Maximilian stammt aus Chemnitz und spielt seit vielen Jahren als Hobby-Musiker Klavier; seit 2016 treten die beiden gemeinsam auf mit einem Crossover verschiedener musikalischer Stile und Genres, von arabischer und zeitgenössischer Musik über Klassik, Soul und Gospel bis hin zu Pop und Jazz. Im Café Julius schenken sie uns an diesem Abend eine bunte Auswahl ihres vielfältigen Programms.

                        Eintritt frei

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                        Stefan-Heym-Platz 1
                        09111 Chemnitz

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