Herzlich willkommen!
Museumscafé
im smac
Das Café JULIUS IM SCHOCKEN bleibt bis auf Weiteres geschlossen.
Wir danken all unseren Gästen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Kolleginnen und Kollegen des smac für zwei unvergessliche Jahre!
Aktuelles
Sie vermissen das Café Julius im Schocken?
Das kulinarische ‚JULIUS in Chemnitz‘ finden Sie bis Ende Oktober in der Experimentierküche auf dem Sonnenberg, Zietenstraße 13. Hier die Termine:
Aperitivo italiano: 25. + 26.9., 9. + 10.10., jeweils 17 – 22 Uhr
Mehrgängiges Dinner: 2.+ 3.10., 16. +17.10., 30. + 31.10., jeweils ab 18 Uhr
Brunch: 4.10., 18.10. – jeweils ab 11 Uhr
Begrenztes Platzangebot, daher Reservierung erbeten: kontakt@julius-in-chemnitz.de
Infos zu den Veranstaltungen finden Sie weiter unten.
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Events
JULIUS-Veranstaltungen im smac
Die ursprünglich im Kultur-Café Julius im Schocken geplanten Veranstaltungen Tacheles-Gespräche auf dem Goldenen Sofa finden ab September im Archäologiemuseum smac statt.
Jedes Gespräch wird aufgezeichnet und ist auf dem Julius-YouTube-Kanal in voller Länge zu sehen:
youtube.com/@CafeJulius
24. September 2026 | 19:00 Uhr
Dieses und alle weiteren Gespräche finden im Foyer des smac statt.
Anmeldung bitte an kontakt@julius-in-chemnitz.de .
Yona-Dvir Shalem spricht Tacheles auf dem Goldenen Sofa
Yona-Dvir Shalem, geboren 1996 in Ashdod – 30 Minuten von Gaza und 30 Minuten von Tel Aviv entfernt – wuchs dort mit seiner Familie aus Djerba und später in der Orthodoxen Gemeinde Zürich auf, aus der er als junger Mann ausstieg. Er ist Dichter, Übersetzer, Wissenschaftler, Organisator und Kurator, dessen Werk an der Schnittstelle von Jüdischen Studien, Theologie, interreligiösen Traditionen und den Naturwissenschaften entsteht.
Bevor er sich den Biblischen Studien zuwandte und seinen Master magna cum laude abschloss, studierte er Mathematik und Physik mit Nebenfach Philosophie an der israelischen Bar-Ilan-Universität. Sein Interesse an der Altorientalistik – mit Schwerpunkten auf Mystik, Magie, interreligiösen Dynamiken sowie Gender Studies und queerer Theologie – führte ihn zum Studium nach Würzburg. Derzeit promoviert er in Theologie an der Radboud Universität Nijmegen/Niederlande und lebt in Klosters/Schweiz.
Seit 2024 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, wo er im Fach Biblische Studien und Jüdische Exegese lehrt. Er ist Mitherausgeber der Festschrift zum 100. Geburtstag des hebräischen Dichters Yehuda Amichai aus Würzburg. Dort initiierte er die interdisziplinäre Künstlerresidenz Tisalom. 2025 war er im Rahmen der Kulturhauptstadt Kurator des multidisziplinären Kunstfestivals ‚Sukkot Mittweida‘.
Auf dem Goldenen Sofa will Yona-Dvir Shalem über zwei Themen sprechen: Erstens, wie es ist, als nord-afrikanischer Jude arabisch zu sein, mit seinem Bezug zu Djerba/Tunesien. Und zweitens, welche Vorteile und Gefahren aus jüdisch-orthodoxer Perspektive das Gemeinschaftsleben mit sich bringt.
Moderation: Nirit Sommerfeld
Veranstalter: ANTONPLATZ e.V.
Eintritt: 10.- €
Reservierung an der Café-Theke,
per WhatsApp/Telefon: 0176 6109 1965
Tausend Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer unserer Crowdfunding Kampagne. Ihnen und Euch ist es zu verdanken, dass die Tacheles-Gespräche in dieser Form durchgeführt werden können!
Foto: Mark Frost
22. Oktober 2026 | 19:00 Uhr
Dieses und alle weiteren Gespräche finden im Foyer des smac statt.
Anmeldung bitte an kontakt@julius-in-chemnitz.de .
Emily Dische-Becker spricht Tacheles auf dem Goldenen Sofa
Emily Dische-Becker, geboren 1982 in Berlin, ist Autorin, Filmproduzentin, Forscherin und Kuratorin. Sie studierte Geschichte am Bard College. Sie arbeitete als Kulturmanagerin und Journalistin in Beirut und hat unter anderem für Harper’s Magazine, Der Spiegel und Die Zeit geschrieben. Für Forensic Architecture recherchiert sie zur Rolle staatlicher Behörden in Fällen antisemitischer und rassistischer Gewalt im heutigen Deutschland.
Sie lebt in Berlin, ist Mitglied des Lenkungsausschusses der Jerusalemer Erklärung zum Antisemitismus und Beraterin bei der ‚Diaspora Alliance‘, die sich mit Antisemitismus und dem politischen Missbrauch von Antisemitismusvorwürfen befasst.
Auf dem Goldenen Sofa will Emily Dische-Becker über jüdische Schicksalsgemeinschaften in der Nachkriegszeit, über jüdisch-migrantische Kämpfe in der BRD der 1980er Jahre, über die Verkennung des Antisemitismus und über den heutigen übergriffigen Philosemitismus sprechen.
Moderation: Nirit Sommerfeld
Veranstalter: ANTONPLATZ e.V.
Eintritt: 10.- €
Reservierung an der Café-Theke,
per WhatsApp/Telefon: 0176 6109 1965
Tausend Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer unserer Crowdfunding Kampagne. Ihnen und Euch ist es zu verdanken, dass die Tacheles-Gespräche in dieser Form durchgeführt werden können!
Foto: privat
5. November 2026 | 19:00 Uhr
Dieses und alle weiteren Gespräche finden im Foyer des smac statt.
Anmeldung bitte an kontakt@julius-in-chemnitz.de.
Dr. Herbert Lappe spricht Tacheles auf dem Goldenen Sofa
Dr. Herbert Lappe wurde 1946 in London als Sohn jüdischer Emigranten geboren. Die Familie siedelte 1949 nach Dresden in die DDR über – in der Hoffnung und Überzeugung, dort eine gerechte, sozialistische, antifaschistische Gesellschaft aufbauen zu können.
Von Beruf IT-Berater, war Herbert Lappe nebenher immer aktiv und engagiert. So vertrat er 1987 die Jüdische Gemeinde Dresden beim Prozess gegen den SS-Mann Henry Schmidt und war langjähriger Mitarbeiter im Gemeinde-Vorstand. 2001 war er maßgeblich verantwortlich für den Bau der Neuen Synagoge in Dresden und vertrat mehrere Jahre lang die Jüdischen Gemeinden Sachsens im Beirat der „Stiftung Sächsische Gedenkstätten“. Seine Mitarbeit bei der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dresden beendete er nach fast 40 Jahren im Frühjahr 2025, weil er der Gesellschaft mangelndes Demokratieverständnis vorwarf.
Herbert Lappe hält Vorträge zur Geschichte der Juden in Schulen, Jugendeinrichtungen, christlichen Gemeinden und anderen Institutionen in Deutschland, Israel und den USA. Auf dem Goldenen Sofa wird er Tacheles reden über seine Beziehung und sein Verhältnis zu Israel, über sein Leben als Jude in der DDR und darüber, wieso er selbst so selten Antisemitismus erlebt.
Moderation: Nirit Sommerfeld
Veranstalter: ANTONPLATZ e.V.
Eintritt: 10.- €
Reservierung an der Café-Theke,
per WhatsApp/Telefon: 0176 6109 1965
Tausend Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer unserer Crowdfunding Kampagne. Ihnen und Euch ist es zu verdanken, dass die Tacheles-Gespräche in dieser Form durchgeführt werden können!
Foto: privat
19. November 2026 | 19:00 Uhr
Dies ist das vorerst letzte Gespräch im Rahmen unserer Reihe „Tacheles-Gespräche auf dem Goldenen Sofa“. Es findet im Foyer des smac statt.
Anmeldung bitte an kontakt@julius-in-chemnitz.de .
Candice Breitz spricht Tacheles auf dem Goldenen Sofa
Candice Breitz, 1972 in Johannesburg/Südafrika geboren, ist eine in Berlin lebende jüdische Künstlerin. Sie hat Abschlüsse an Universitäten in Johannesburg, Chicago und New York erworben; ihre Videoinstallationen werden international ausgestellt und finden Beachtung in den bedeutendsten Galerien und Museen der Welt. Von 2007 bis 2024 war sie Professorin an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig.
In ihren Arbeiten befasst sie sich mit den Dynamiken, die Individuen entwickeln in Bezug auf ihre Umgebung, auf reale oder imaginäre Gemeinschaften. In jüngster Zeit konzentriert sich ihre Arbeit auf die Bedingungen, unter denen Empathie entsteht. Dabei reflektiert sie eine mediengesättigte globale Kultur, in der eine starke Identifikation mit fiktionalen Figuren und Prominenten parallel zu einer weit verbreiteten Gleichgültigkeit gegenüber jenen besteht, die in der realen Welt echtes Leid erfahren.
Auf dem Goldenen Sofa wird Candice Breitz über den nach wie vor bestehenden Antisemitismus reflektieren, der aus ihrer Sicht der Unfähigkeit des deutschen Mainstreams entspringt, die Vielfalt jüdischer Meinungen gegenüber dem Staat Israel zu akzeptieren. Sie wird Einblicke in ihre eigenen Erfahrungen von Ausladungen und Verleumdungen geben, wird über die IHRA-Definition von Antisemitismus sprechen, über die verhängnisvolle Gleichsetzung von politischer Kritik an Israel mit Antisemitismus und von der Kontrolle über jüdische Identitäten im heutigen Deutschland.
Moderation: Nirit Sommerfeld
Veranstalter: ANTONPLATZ e.V.
Eintritt: 10.- €
Reservierung an der Café-Theke,
per WhatsApp/Telefon: 0176 6109 1965
Tausend Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer unserer Crowdfunding Kampagne. Ihnen und Euch ist es zu verdanken, dass die Tacheles-Gespräche in dieser Form durchgeführt werden können!
Foto: privat
Dauerinstallation – Termine auf Anfrage bzw. unter www.solix-spiel.de
Sommerfeld. Litten. X. – SoLiX
Ein Hör.Spiel und Escape.Game
Ein Hör.Spiel zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Begib Dich mit uns auf eine Zeitreise durch die Stadt! Wer waren Julius Sommerfeld, wer Heinz Litten? Und was bedeutet das X? Was hat das alles mit Dir, mit Chemnitz, mit der Gegenwart zu tun? Lass uns gemeinsam rätseln, spielen, entdecken und dabei einiges über die Vergangenheit unserer Stadt lernen!
Das Spiel kann nur in Begleitung eines Spielführers gespielt werden und dauert etwa 50 Minuten. Du kannst Dich entweder für 15h oder für 16h anmelden.
Eintritt frei
Teilnehmerzahl begrenzt – bitte unbedingt anmelden!
SoLiX findet weiterhin im Foyer des smac statt.
Großvater Julius
Julius, der im Ersten Weltkrieg für den Kaiser gekämpft hatte, war durch und durch Deutscher. So feierte man in seinem Hause neben Chanukka ganz selbstverständlich Weihnachten. Der Weihnachtsbaum bekam einen Davidstern an die Spitze — so war das „deutsche Volksfest“ integraler Teil des jüdisch-assimilierten Lebens, so wie in vielen anderen jüdischen Familien in jener Zeit.
Julius konnte sich nicht vorstellen, dass „die paar Braunhemden“, wie er zu sagen pflegte, ihm ernsthaft etwas anhaben konnten. Bevor er im März 1940 im KZ Sachsenhausen ermordet wurde – seine Frau Margarete war bereits 1934 gestorben – hatte er seinen einzigen Sohn Rolf, damals 18-jährig, nach Palästina begleitet.
Bis 1939 kehrte Julius immer wieder nach Chemnitz zurück und brachte andere Verwandte in Sicherheit, bis sein Haus am Antonplatz 15 enteignet und zum „Jüdischen Altersheim“ umfunktioniert wurde. Von dort aus wurden viele Chemnitzer Juden deportiert.
Großvater Julius
Julius, der im Ersten Weltkrieg für den Kaiser gekämpft hatte, war durch und durch Deutscher. So feierte man in seinem Hause neben Chanukka ganz selbstverständlich Weihnachten. Der Weihnachtsbaum bekam einen Davidstern an die Spitze — so war das „deutsche Volksfest“ integraler Teil des jüdisch-assimilierten Lebens, so wie in vielen anderen jüdischen Familien in jener Zeit.
Julius konnte sich nicht vorstellen, dass „die paar Braunhemden“, wie er zu sagen pflegte, ihm ernsthaft etwas anhaben konnten. Bevor er im März 1940 im KZ Sachsenhausen ermordet wurde – seine Frau Margarete war bereits 1934 gestorben – hatte er seinen einzigen Sohn Rolf, damals 18-jährig, nach Palästina begleitet.
Bis 1939 kehrte Julius immer wieder nach Chemnitz zurück und brachte andere Verwandte in Sicherheit, bis sein Haus am Antonplatz 15 enteignet und zum „Jüdischen Altersheim“ umfunktioniert wurde. Von dort aus wurden viele Chemnitzer Juden deportiert.
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