Herzlich willkommen!
Museumscafé
im smac
Öffnungszeiten im JULIUS IM SCHOCKEN:
Dienstag bis Sonntag: 11 – 17 Uhr
Donnerstag: 11 – 20 Uhr
(montags geschlossen – an Feiertagen geöffnet)
Unsere Terrasse ist gut beschattet und lädt bei (fast) jedem Wetter zum Verweilen ein.
Unsere Küche ist für Sie täglich geöffnet
bis 15 Uhr, donnerstags bis 18 oder 19 Uhr (bis vor Veranstaltungsbeginn)
Aktuelles
Morgen, Donnerstag, 23. Juli, 18h: Live-Konzert!
Lili Sommerfeld : Diva X
Soul-Pop aus eigener Feder – feministisch, stimmgewaltig, stark
ACHTUNG: Aufgrund der ungemütlichen Temperaturen entfällt das anschließende Grillen auf der Terrasse.
Alle Infos zu den geplanten Veranstaltungen finden Sie weiter unten.
Sonntags-Brunch mit ermäßigtem Ticket für smac-Museums-Besuch
Jeden Sonntag von 11-14.30 Uhr: Brunch-Buffet mit einer Auswahl warmer und kalter, herzhafter und süßer Köstlichkeiten. Wer anschließend einen Museumsbesuch plant, bekommt im smac ermäßigte Eintrittskarten. Reservierung erbeten!
Über unser Café
Julius im Schocken
Schön, dass Sie uns hier im virtuellen Raum besuchen!
Wenn Sie nach Chemnitz kommen, ins komplett restaurierte Bauhaus-Juwel smac, dem ehemaligen Kaufhaus Schocken, in unser schönes Museumscafé, werden Sie erleben, dass wir rundherum um Ihr leibliches und seelisches Wohl bemüht sind. Dafür legt sich unser internationales Team mächtig für Sie ins Zeug: Denise bedient Sie charmant an der Theke; Leyla zaubert die feinen Kuchen und Torten; Gülistan, Rana und unsere Chefin Nirit bereiten für Sie täglich frisch unsere mediterran-levantinisch
inspirierten Speisen zu.
Wir verwenden vorwiegend regionale, saisonale Zutaten. Beim Einkauf achten wir auf die Auswahl der Produkte und Lieferanten, die größtenteils aus Chemnitz und Umgebung kommen. Unsere Säfte der Obstkelterei Heide kommen aus Siebenlehn, die Berliner Limonade Proviant ist bio und naturrein. Das schmackhafte Bier stammt aus der traditionsreichen Eichhofener Schlossbrauerei im bayerischen Labertal nahe Regensburg und ist mehrfach preisgekrönt. Saisonales Gemüse bekommen wir vom Gärtner Christian auf dem Chemnitzer Markt; von Al Arabi auf dem Sonnenberg beziehen wir unsere Kräuter und Gewürze.
Unsere Mitarbeiter*innen haben bestmögliche Arbeitsbedingungen, werden in Entscheidungsprozesse eingebunden und fair bezahlt. Aus all diesen Gründen gibt’s bei uns weder billig noch teuer; bei uns gibt‘s wertvoll.
Überzeugen Sie sich selbst — wir freuen uns auf Ihren Besuch im Café und Bistro JULIUS IM SCHOCKEN in Chemnitz!
Angebot
Unsere Spezialitäten
Kuchen & Torten
Genießen Sie unsere hausgemachten Kuchen und Torten, frisch gebacken und mit Liebe zubereitet. Ob fruchtig, cremig oder schokoladig – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Kaffee & Tee
Erleben Sie erstklassigen Kaffee und eine Auswahl an erlesenen Teesorten. Ob Espresso, Cappuccino oder Tee – perfekt für eine entspannte Auszeit mit Blick auf Chemnitz.
Speisen & Spezielles
Entdecken Sie herzhafte Gerichte, saisonale Highlights und besondere Spezialitäten. Unsere Speisen vereinen Genuss und Kreativität mit frischen Zutaten – vieles davon auch vegan.
Events
Veranstaltungen im Kultur-Café
So wie das Museum hat auch unser Kultur-Café donnerstags bis 20 Uhr geöffnet. Daher gibt es (fast) jeden Donnerstag ab 18 Uhr eine Lesung, ein Konzert, eine Podiumsdiskussion oder ähnliches — dazu natürlich leckere Snacks und Drinks.
ACHTUNG: In den Sommerferien haben wir NUR EIN KONZERT am 23. Juli.
Die erste Veranstaltung nach den Ferien findet erst am 27. August statt.
Tacheles-Gespräche auf dem Goldenen Sofa
Hier können Sie bis zum 1. September 2026 unsere Crowdfunding-Kampagne
unterstützen und mehr darüber erfahren, warum es diese Kampagne gibt und was es mit den Tacheles-Gesprächen auf sich hat.
Jedes Gespräch wird aufgezeichnet und ist auf dem Julius-YouTube-Kanal in voller Länge zu sehen:
youtube.com/@CafeJulius
27. August 2026 | 19:00 Uhr
Prof. Dr. Susan Neiman spricht Tacheles auf dem Goldenen Sofa
Susan Neiman, 1955 in Atlanta/USA geboren und in einer linken, engagierten jüdischen Familie aufgewachsen, verließ mit 14 die Schule, lebte in Kommunen, demonstrierte gegen den Vietnamkrieg, holte auf Umwegen ihren Schulabschluss nach und studierte anschließend in Harvard, wo sie als Philosophin promoviert wurde. Ihre Arbeit und Lehre kreist um die Themen Moral, Gerechtigkeit und politische Philosophie. Dazu forschte und lehrte sie in West-Berlin, an der Yale University sowie an der Universität Tel Aviv und verfasste zahlreiche Bücher, die weltweit Beachtung finden. Seit über 25 Jahren ist sie Direktorin des Einstein-Forums in Potsdam. Sie hat drei erwachsene Kinder und lebt in Berlin-Neukölln.
In ihrem neuesten Buch beschäftigt sie sich neben Fragen zu Moral vor allem mit dem Begriff des Bösen. Sie fragt sich, warum der Krieg in Gaza international als böse verstanden wird.
An diesem Abend will Susan Neiman, die deutsche, US-amerikanische und israelische Staatsbürgerin ist, über den Universalismus im Judentum sprechen und darüber, warum Gaza die moralische Frage unserer Zeit ist — Tacheles auf dem Goldenen Sofa.
Moderation: Nirit Sommerfeld
Veranstalter: ANTONPLATZ e.V.
Eintritt: 10.- €
Reservierung an der Café-Theke,
per WhatsApp/Telefon: 0176 6109 1965
Hier können Sie unsere Crowdfunding Kampagne unterstützen. DANKE!
Foto: privat
24. September 2026 | 19:00 Uhr
SPECIAL: Tacheles-Gespräch mit Ausstellungseröffnung
Yona-Dvir Shalem spricht Tacheles auf dem Goldenen Sofa
Yona-Dvir Shalem, geboren 1996 in Ashdod – 30 Minuten von Gaza und 30 Minuten von Tel Aviv entfernt – wuchs dort mit seiner Familie aus Djerba und später in der Orthodoxen Gemeinde Zürich auf, aus der er als junger Mann ausstieg. Er ist Dichter, Übersetzer, Wissenschaftler, Organisator und Kurator, dessen Werk an der Schnittstelle von Jüdischen Studien, Theologie, interreligiösen Traditionen und den Naturwissenschaften entsteht.
Bevor er sich den Biblischen Studien zuwandte und seinen Master magna cum laude abschloss, studierte er Mathematik und Physik mit Nebenfach Philosophie an der israelischen Bar-Ilan-Universität. Sein Interesse an der Altorientalistik – mit Schwerpunkten auf Mystik, Magie, interreligiösen Dynamiken sowie Gender Studies und queerer Theologie – führte ihn zum Studium nach Würzburg. Derzeit promoviert er in Theologie an der Radboud Universität Nijmegen/Niederlande und lebt in Klosters/Schweiz.
Seit 2024 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, wo er im Fach Biblische Studien und Jüdische Exegese lehrt. Er ist Mitherausgeber der Festschrift zum 100. Geburtstag des hebräischen Dichters Yehuda Amichai aus Würzburg. Dort initiierte er die interdisziplinäre Künstlerresidenz Tisalom. 2025 war er im Rahmen der Kulturhauptstadt Kurator des multidisziplinären Kunstfestivals ‚Sukkot Mittweida‘.
Auf dem Goldenen Sofa will Yona-Dvir Shalem über zwei Themen sprechen: Erstens, wie es ist, als nord-afrikanischer Jude arabisch zu sein, mit seinem Bezug zu Djerba/Tunesien. Und zweitens, welche Vorteile und Gefahren aus jüdisch-orthodoxer Perspektive das Gemeinschaftsleben mit sich bringt.
Moderation: Nirit Sommerfeld
Veranstalter: ANTONPLATZ e.V.
Eintritt: 10.- €
Reservierung an der Café-Theke,
per WhatsApp/Telefon: 0176 6109 1965
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Foto: Mark Frost
22. Oktober 2026 | 19:00 Uhr
Emily Dische-Becker spricht Tacheles auf dem Goldenen Sofa
Emily Dische-Becker, geboren 1982 in Berlin, ist Autorin, Filmproduzentin, Forscherin und Kuratorin. Sie studierte Geschichte am Bard College. Sie arbeitete als Kulturmanagerin und Journalistin in Beirut und hat unter anderem für Harper’s Magazine, Der Spiegel und Die Zeit geschrieben. Für Forensic Architecture recherchiert sie zur Rolle staatlicher Behörden in Fällen antisemitischer und rassistischer Gewalt im heutigen Deutschland.
Sie lebt in Berlin, ist Mitglied des Lenkungsausschusses der Jerusalemer Erklärung zum Antisemitismus und Beraterin bei der ‚Diaspora Alliance‘, die sich mit Antisemitismus und dem politischen Missbrauch von Antisemitismusvorwürfen befasst.
Auf dem Goldenen Sofa will Emily Dische-Becker über jüdische Schicksalsgemeinschaften in der Nachkriegszeit, über jüdisch-migrantische Kämpfe in der BRD der 1980er Jahre, über die Verkennung des Antisemitismus und über den heutigen übergriffigen Philosemitismus sprechen.
Moderation: Nirit Sommerfeld
Veranstalter: ANTONPLATZ e.V.
Eintritt: 10.- €
Reservierung an der Café-Theke,
per WhatsApp/Telefon: 0176 6109 1965
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Foto: privat
5. November 2026 | 19:00 Uhr
Dr. Herbert Lappe spricht Tacheles auf dem Goldenen Sofa
Dr. Herbert Lappe wurde 1946 in London als Sohn jüdischer Emigranten geboren. Die Familie siedelte 1949 nach Dresden in die DDR über – in der Hoffnung und Überzeugung, dort eine gerechte, sozialistische, antifaschistische Gesellschaft aufbauen zu können.
Von Beruf IT-Berater, war Herbert Lappe nebenher immer aktiv und engagiert. So vertrat er 1987 die Jüdische Gemeinde Dresden beim Prozess gegen den SS-Mann Henry Schmidt und war langjähriger Mitarbeiter im Gemeinde-Vorstand. 2001 war er maßgeblich verantwortlich für den Bau der Neuen Synagoge in Dresden und vertrat mehrere Jahre lang die Jüdischen Gemeinden Sachsens im Beirat der „Stiftung Sächsische Gedenkstätten“. Seine Mitarbeit bei der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dresden beendete er nach fast 40 Jahren im Frühjahr 2025, weil er der Gesellschaft mangelndes Demokratieverständnis vorwarf.
Herbert Lappe hält Vorträge zur Geschichte der Juden in Schulen, Jugendeinrichtungen, christlichen Gemeinden und anderen Institutionen in Deutschland, Israel und den USA. Auf dem Goldenen Sofa wird er Tacheles reden über seine Beziehung und sein Verhältnis zu Israel, über sein Leben als Jude in der DDR und darüber, wieso er selbst so selten Antisemitismus erlebt.
Moderation: Nirit Sommerfeld
Veranstalter: ANTONPLATZ e.V.
Eintritt: 10.- €
Reservierung an der Café-Theke,
per WhatsApp/Telefon: 0176 6109 1965
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Foto: privat
19. November 2026 | 19:00 Uhr
Candice Breitz spricht Tacheles auf dem Goldenen Sofa
Candice Breitz, 1972 in Johannesburg/Südafrika geboren, ist eine in Berlin lebende jüdische Künstlerin. Sie hat Abschlüsse an Universitäten in Johannesburg, Chicago und New York erworben; ihre Videoinstallationen werden international ausgestellt und finden Beachtung in den bedeutendsten Galerien und Museen der Welt. Von 2007 bis 2024 war sie Professorin an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig.
In ihren Arbeiten befasst sie sich mit den Dynamiken, die Individuen entwickeln in Bezug auf ihre Umgebung, auf reale oder imaginäre Gemeinschaften. In jüngster Zeit konzentriert sich ihre Arbeit auf die Bedingungen, unter denen Empathie entsteht. Dabei reflektiert sie eine mediengesättigte globale Kultur, in der eine starke Identifikation mit fiktionalen Figuren und Prominenten parallel zu einer weit verbreiteten Gleichgültigkeit gegenüber jenen besteht, die in der realen Welt echtes Leid erfahren.
Auf dem Goldenen Sofa wird Candice Breitz über den nach wie vor bestehenden Antisemitismus reflektieren, der aus ihrer Sicht der Unfähigkeit des deutschen Mainstreams entspringt, die Vielfalt jüdischer Meinungen gegenüber dem Staat Israel zu akzeptieren. Sie wird Einblicke in ihre eigenen Erfahrungen von Ausladungen und Verleumdungen geben, wird über die IHRA-Definition von Antisemitismus sprechen, über die verhängnisvolle Gleichsetzung von politischer Kritik an Israel mit Antisemitismus und von der Kontrolle über jüdische Identitäten im heutigen Deutschland.
Moderation: Nirit Sommerfeld
Veranstalter: ANTONPLATZ e.V.
Eintritt: 10.- €
Reservierung an der Café-Theke,
per WhatsApp/Telefon: 0176 6109 1965
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Foto: privat
Dauerinstallation – Termine auf Anfrage bzw. unter www.solix-spiel.de
Sommerfeld. Litten. X.
Ein Hör.Spiel und Escape.Game
Ein Hör.Spiel zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Begib Dich mit uns auf eine Zeitreise durch die Stadt! Wer waren Julius Sommerfeld, wer Heinz Litten? Und was bedeutet das X? Was hat das alles mit Dir, mit Chemnitz, mit der Gegenwart zu tun? Lass uns gemeinsam rätseln, spielen, entdecken und dabei einiges über die Vergangenheit unserer Stadt lernen!
Das Spiel kann nur in Begleitung eines Spielführers gespielt werden und dauert etwa 50 Minuten. Du kannst Dich entweder für 15h oder für 16h anmelden.
Eintritt frei
Teilnehmerzahl begrenzt – bitte unbedingt anmelden!
Geschichte
Wie das Café zu seinem Namen kam
Schönste Erinnerungen:
Das Schocken
Die frühen Sonntagmorgenstunden in unserer kleinen Küche mit Kaffee und Zigaretten gehören zu den schönsten Erinnerungen an meinen Vater. Wir philosophierten, diskutierten, und ich durfte ihn mit Fragen löchern über seine Vergangenheit, die mir spannender als alles vorkam, war sie doch so weit weg und zudem hinter einer Mauer verborgen, die unüberwindbar schien. Wir lebten damals in München, seine Geburtsstadt hieß zu dieser Zeit Karl-Marx-Stadt.
Neben den wenigen Geschichten, die ich meinem Vater entlocken konnte – denn freiwillig sprach er nicht über seine Jugend als jüdischer Junge in den 1930ern – war die von seinen Spaziergängen zum „schönsten und modernsten Kaufhaus Deutschlands“, dem Kaufhaus Schocken, in dem es eine der größten Attraktionen der Stadt gab: eine Rolltreppe.
An der Kasse wurde das Gekaufte schön verpackt und den Kunden mit einem Zitat von Goethe oder Rilke übergeben. Jahrzehnte später konnte mein Vater sie noch auswendig. Das Schocken lag nur wenige Minuten Fußweg entfernt vom Antonplatz, wo das Wohn- und Geschäftshaus meines Großvaters Julius stand, zwischen Roter Turm und Theaterplatz.
Großvater Julius
Julius, der im Ersten Weltkrieg für den Kaiser gekämpft hatte, war durch und durch Deutscher. So feierte man in seinem Hause neben Chanukka ganz selbstverständlich Weihnachten. Der Weihnachtsbaum bekam einen Davidstern an die Spitze — so war das „deutsche Volksfest“ integraler Teil des jüdisch-assimilierten Lebens, so wie in vielen anderen jüdischen Familien in jener Zeit.
Julius konnte sich nicht vorstellen, dass „die paar Braunhemden“, wie er zu sagen pflegte, ihm ernsthaft etwas anhaben konnten. Bevor er im März 1940 im KZ Sachsenhausen ermordet wurde – seine Frau Margarete war bereits 1934 gestorben – hatte er seinen einzigen Sohn Rolf, damals 18-jährig, nach Palästina begleitet.
Bis 1939 kehrte Julius immer wieder nach Chemnitz zurück und brachte andere Verwandte in Sicherheit, bis sein Haus am Antonplatz 15 enteignet und zum „Jüdischen Altersheim“ umfunktioniert wurde. Von dort aus wurden viele Chemnitzer Juden deportiert.
Großvater Julius
Julius, der im Ersten Weltkrieg für den Kaiser gekämpft hatte, war durch und durch Deutscher. So feierte man in seinem Hause neben Chanukka ganz selbstverständlich Weihnachten. Der Weihnachtsbaum bekam einen Davidstern an die Spitze — so war das „deutsche Volksfest“ integraler Teil des jüdisch-assimilierten Lebens, so wie in vielen anderen jüdischen Familien in jener Zeit.
Julius konnte sich nicht vorstellen, dass „die paar Braunhemden“, wie er zu sagen pflegte, ihm ernsthaft etwas anhaben konnten. Bevor er im März 1940 im KZ Sachsenhausen ermordet wurde – seine Frau Margarete war bereits 1934 gestorben – hatte er seinen einzigen Sohn Rolf, damals 18-jährig, nach Palästina begleitet.
Bis 1939 kehrte Julius immer wieder nach Chemnitz zurück und brachte andere Verwandte in Sicherheit, bis sein Haus am Antonplatz 15 enteignet und zum „Jüdischen Altersheim“ umfunktioniert wurde. Von dort aus wurden viele Chemnitzer Juden deportiert.
Café Julius im Schocken
Unser Museumscafé im ehemaligen Kaufhaus Schocken, dem heutigen Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz, kurz smac, trägt nun den Namen meines Großvaters Julius.
Es bringt ihn zurück in die Stadt, in der er sich zuhause und zugehörig fühlte. Tatsächlich steht sein Konterfei in Form eines lebensgroßen Aufstellers mitten im Raum, meist neben dem Klavier, und nicht selten kommt es vor, dass Gäste ihn grüßen oder auch fragen, wer der Herr im eleganten Anzug sei.
So kommen mit dem lebendigen Gedenken an ihn auch die Werte zurück, die Julius meinem Vater mitgab und die auch mich prägten: Gastfreundschaft, Offenheit und Empathie, Gerechtigkeit, Freundlichkeit, Verantwortung — kurz: Humanismus. Und nicht zu vergessen: Guter Geschmack.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch
in unserem Café JULIUS IM SCHOCKEN!
Frisch auf den Tisch
Unsere Speisen bereiten wir täglich frisch zu und verwenden hierfür vorwiegend saisonales und regionales Gemüse vom Markt und frische Kräuter und Gewürze von unserem arabischen Händler auf dem Sonnenberg. Am liebsten lassen wir uns vom täglichen Angebot inspirieren und zaubern in unserer Küche immer wieder mal was Neues. Darum gilt bei uns: Es gibt, was es gibt. Lecker ist es auf jeden Fall.
Haben Sie Appetit bekommen? Dann reservieren Sie hier einen Tisch! Bei uns wird’s manchmal sehr voll.
Einmietungen & Caterings
Sie wollen im smac ein Fest feiern? Sie planen ein Firmenevent, eine Tagung oder ein Meeting? Bei uns können Sie kleine und große Veranstaltungen mit Catering in unterschiedlichen Räumen buchen oder auch Kuchen und Torten für Ihre Feste wie Geburtstage und Hochzeiten bestellen.
Ein Beispiel für ein festliches Menü (Karte als PDF).
Kundenstimmen
Was unsere Gäste sagen
Lesen Sie hier, was unsere Gäste im Café Julius im Schocken berichten.
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Adresse
Stefan-Heym-Platz 1
09111 Chemnitz



